Irish Mystic Dancer

Presse: Ostfriesen-Zeitung vom 16.02.2009
(Ausgabe Aurich)

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Artikel Ostfriesen-Zeitung vom 16. Februar 2009

Quelle: Ostfriesen - Zeitung (Ausgabe Aurich ) vom 16.02.2009

Und hier noch einmal der Text:

Flinke Füße steppten hypnotisches Staccato

KULTUR - 180 Zuschauer ließen sich in Engerhafe von irischen und amerikanischen Tänzen begeistern
Fünf Gruppen wirkten bei der Veranstaltung im Gulfhof Ihnen mit. Für Musik sorgte die Folk-Band „Hop & Again".

VON TATJANA GETTKOWSKI

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ENGERHAFE - In Reih und Glied tanzen die Frauen über die Bühne - stocksteif. Von der Hüfte abwärts entpuppen sie sich jedoch als wahre Bewegungskünstlerinnen: Hacken und Spitzen tippen zu der irischen Musik mit Flöte und Fiedel so blitzschnell vor und zurück, seitwärts und hoch, dass die Augen der Zuschauer kaum folgen können. Die Metallplatten an den Sohlen und Absätzen der Tänzerinnen, Taps genannt, klacken und klappern bei jedem Schritt - ein Staccato mit beinahe hypnotischer Wirkung.

Die Faszination dieses besonderen Stepptanzes sprang am Sonnabend auch auf das Publikum beim Irischen Abend in Engerhafe über. Der ostfriesische Gulfhof Ihnen hatte sich in einen irischen Pub verwandelt. Die Tanzlehrerin Tina Kipp hatte die Veranstaltung gemeinsam mit ihren fünf Irish und Clogging Dance-Gruppen aus Emden, Norden und Cloppenburg mit viel Pep auf die Beine gestellt.

Für die passende traditionelle, irische Musik sorgte die befreundete Folk-Gruppe „Hop & Again". Viele Zuschauer konnten selbst die Füße kaum stillhalten, so ansteckend wirkten Musik und der stampfende Tanzrhythmus. Damit die Gruppen zwischen ihren Auftritten ein wenig verschnaufen konnten, wurden die Pausen mit lustigen Sketchen aus einem irischen Pub gefüllt. Das Programm kam beim Publikum an. „Wir hatten auf 100 Besucher gehofft. 180 sind gekommen", freute sich Tina Kipp. Im komplett ausverkauften Gulfhof blieb kein Platz leer.

Nicht weniger begeistert als das Publikum waren die insgesamt 29 Tänzerinnen im Alter von neun bis 63 Jahren. Tanja Luitjens steppt seit fünf Jahren bei den „Dancing Leprechauns" aus Norden mit. Sie kann sich noch gut an den Muskelkater in den Waden und Schienbeinen nach ihren ersten Tanzstunden erinnern. „Das geht schnell vorbei", sagte die 35Jährige im Gespräch mit der OZ. Jüngstes Mitglied ist Sabrina Meints. Sie tanzt seit einem Jahr. „Am liebsten mit den Softschuhen", erklärte die Neunjährige. Die klacken zwar nicht so schön auf dem Holzboden. „Aber die anderen Schuhe sind so schwer."

Tina Kipp betonte den sportlichen Gesichtspunkt des Irish Dance und des amerikanischen Clogging Dance, der an dem Abend ebenfalls gezeigt wurde. „Das Tanzen ist schon anstrengend", sagte die Tanzlehrerin. Man nehme zwar kein Gramm ab, bekomme aber eine gute Kondition. „Und stramme Waden", lachte Tanja Luitjens.

Texteinschub: Wir hatten auf 100 Besucher gehofft. 180 sind gekommen (Tina Kipp)

BILDUNTERSCHRIFT: Mal vollführen die Tänzerinnen elfenhafte Sprünge zur Musik, mal wird heftig mit den Füßen auf den Holzboden gestampft - die Vielfalt der irischen Tänze ist groß.

BILD: ortgies

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